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Die russische Yacht «Scorpius», die von September 2011 bis Oktober 2012 zweimal die Erdkugel umsegeln und so einen neuen Weltrekord aufstellen will, ist nach der Umrundung der Antarktis in Chile eingetroffen.

Der Kapitän Sergey Nizovtsev und sechs Mitstreiter versuchen die Erde zweimal zu umrunden, was neuen Weltrekord bedeuten würde.
Der Kapitän Sergey Nizovtsev und sechs Mitstreiter versuchen die Erde zweimal zu umrunden, was neuen Weltrekord bedeuten würde.

Die Reise zweimal um die Welt hatte am 25. September in Sewastopol am Schwarzen Meer begonnen und soll spätestens im Oktober 2012 zu Ende gehen. An Bord der «Scorpius» sind vier Russen und drei Ukrainer. Ein weiterer Rekordversuch besteht darin, die Antarktis südlich des 60. Breitengrads und den Nordpol zwischen dem 65. und 70. nördlichen Breitengrad innerhalb eines Polarjahres zu umsegeln.

Nicht immer schönes Wetter – die Crew kämpfte mit den Tücken der Antarktis und galt vier Tage als vermisst.
Nicht immer schönes Wetter – die Crew kämpfte mit den Tücken der Antarktis und galt vier Tage als vermisst.

Zwischenzeitlich galt die Yacht «Scorpius» als vermisst. Der Kontakt war mehrere Tage lang unterbrochen gewesen, weil die Satelliten-Antenne nach einem Wasserschaden ausgefallen war. Das Team kämpfte mit Sturm und mit dem Eis in der Antarktis. Wegen dichtem Packeis konnte nicht wie geplant die ukrainische Station Wernadski auf der Galindez-Insel anfahren werden. Daraufhin sei die knapp 30 Meter lange «Scorpius» bei heftigem Wind zurück aufs offene Südpolarmeer gefahren. Der Versuch die russische Bellinghausen-Station auf King Georg Island zu erreichen, um Treibstoff zu tanken, scheiterte ebenfalls. Die nächste Möglichkeit um zu bunkern und die nötigen Reparaturen zu erledigen war Punta Arenas. Da Treibstoff und andere Güter knapp wurden, musste die Besatzung auf dem Weg zur chilenischen Küste aus Spargründen Heizung und Strom abschalten. Auch musste die Crew beim Trinkwasser sparen und sich mit kaltem Essen abfinden.

Wegen schlechtem Wetter konnte die russischen Forschungsstation Bellinghausen auf King Georg Island nicht angefahren werden.
Wegen schlechtem Wetter konnte die russischen Forschungsstation Bellinghausen auf King Georg Island nicht angefahren werden.

Nach einer Reparatur in der chilenischen Hafenstadt Punta Arenas bereitet sich die Yacht nun auf die Reise rund um den Nordpol vor, wie die Sprecherin der Expedition, Anna Subbotina, mitteilte. «Nun stehe eine Reise um den Nordpol bevor. Die «Scorpius» werde der westlichen Küste Südamerikas entlang zum Panamakanal fahren und dann Kurs auf Island nehmen. In Reykjavík soll der Startschuss für die zweite Weltumschiffung fallen».