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Rekordrückgang der Eisschilde in Grönland und der Antarktis

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes haben mit Hilfe des ESA-Satelliten CryoSat-2 erstmals flächendeckende Karten der Eisschilde auf Grönland und in der Antarktis erstellt und dabei nachweisen können, dass die Eispanzer beider Regionen derzeit in einem Rekordtempo schrumpfen. Insgesamt verlieren die Eisschilde pro Jahr rund 500 Kubikkilometer Eis. Diese Menge entspricht einer Eisschicht, die rund 600 Meter dick ist und sich über das gesamte Stadtgebiet Hamburgs erstreckt.

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Eisverlust mit Tiefenwirkung

An der Oberfläche scheint die Antarktis eine bewegungslose und eingefrorene Landschaft zu sein. Doch hunderte Kilometer in der Tiefe bewegt sich die Erde mit einer bisher ungekannten Geschwindigkeit, wie die Ergebnisse einer internationalen Forschergruppe zeigen konnten. Die Studie, die von der Universität Newcastle geleitet wurde in der Fachzeitschrift «Earth and Planetary Science Letters» veröffentlicht wurde, erklärt zum ersten Mal, warum die Aufwärtsbewegung der Erdkruste an der nördlichen antarktischen Halbinsel so schnell ist.

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«Belgica Antarctica» - Grösstes Landtier der Antarktis

«Belgica Antarctica» ist ein echter Überlebungskünstler: Die Larven der Mücke trocknen im Eis der Antarktis nahezu völlig aus und überleben trotzdem. Zu verdanken haben sie ihre Widerstandsfähigkeit offenbar einer Besonderheit ihres Erbguts.

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Klimawandeleffekte treffen auch Pelzrobben

Genetische Analysen bei Antarktischen Pelzrobben, zusammen mit jahrzehntelangen Überwachungsdaten, geben nun einen einzigartigen Einblick über die Effekte des Klimawandels auf eine Population von Topräubern. Veröffentlich in der Fachzeitschrift Nature zeigen die Resultate, dass sich die Robben im Zusammenhang mit Veränderungen der Nahrungsverfügbarkeit signifikant verändert haben, die wiederum mit den Klimabedingungen in Verbindung stehen. Dies führt insgesamt zu einem Rückgang der Population.

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Das Eis wird dünn für Kaiserpinguine

Kaiserpinguine sind die Ikonen der Antarktis, mindestens seit den Filmen «Reise der Pinguine» und «Happyfeet». Doch eine neue Studie zeigt, dass die rund 600'000 Pinguine durch den Klimawandel bedroht sind. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird die weltweite Population zwischen 19 und 33 Prozent zurückgehen, gemäss einer neuen Studie im renommierten Nature Climate Change.

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Krypton - Neue Uhr für Eisdatierung

Im Eis der Antarktis liegt die Klimageschichte der Erde eingeschlossen, zumindest seit seiner Entstehung. Doch um diese Geschichte zu entschlüsseln, muss man wissen, wie alt das Eis ist. Ein Team von Wissenschaftlern hat nun erfolgreich das Alter von 12'000 Jahre altem Eis unter Verwendung von radiometrischer Kryptondatierung, einer neuen Technik, die es erlaubt, bis zu 1 Million Jahre altes Eis zu lokalisieren und zu datieren.

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Eisberge schaden der Artenvielfalt

Ein rascher Anstieg der Häufigkeit von Eisbergen hat im flachen Meeresboden rund um die West-Antarktischen Halbinsel gravierende Spuren hinterlassen und beeinflusst die Vielfalt und Lebenserwartung von winzigen Meerestierchen. Deren Bestand hat sich in den letzten 12 Jahren mehr als halbiert.

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Neuentdeckung am Meeresgrund

Seit kurzem erscheinen auf den Seekarten des Südatlantiks und des Weddellmeers die Namen zweier zuvor unbekannter Unterwasserberge: «Madiba Seamount» und «Nachtigaller Shoal». Bei der Namenswahl folgte das Sub-Committee on Undersea Feature Names (SCUFN) auf seiner diesjährigen Tagung in Monaco den Vorschlägen von zwei Wissenschaftlern des AWI. Diese hatten die Berge vergangenes Jahr auf Polarstern-Expeditionen in die Antarktis entdeckt.

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Meereswinde halten die Antarktis kalt und Australien trocken

Während in der Arktis aufgrund des Klimawandels das Eis praktisch im Sekundentakt wegschmilzt und die Alarmglocken geschlagen werden, scheint in grossen Bereichen des antarktischen Kontinents kein Effekt sichtbar zu sein. Diese Diskrepanz wird gerade von Klimawandelskeptikern gerne als Beweis genommen, dass kein Klimawandel und keine steigenden Treibhausgase existieren. Doch eine neue, von der australischen Nationalen Universität ANU durchgeführte Studie erklärt nun, warum die Antarktis sich nicht so stark erwärmt wie andere Kontinente. Gleichzeitig zeigt sie auch, warum es in Südaustralien zu immer mehr Trockenzeiten kommt.

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Entkorken der Ost-Antarktis führt zu Anstieg des Meeresspiegels

Das Abschmelzen bereits einer kleinen Menge Eis an der ostantarktischen Küste könnte eine grosse Wirkung haben – nämlich dass grosse Eismassen unaufhaltsam jahrtausende lang in den Ozean fliessen und damit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dies zeigt eine jetzt von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) veröffentlichte Studie in Nature Climate Change. Die Ergebnisse beruhen auf Computersimulationen des antarktischen Eisflusses mit verbesserten Daten zum Untergrund der Antarktis.

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