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Ich kann Dich gut riechen – Duft bestimmt die Partnerwahl

Von vielen Tierarten ist bekannt, dass der Körpergeruch bei der Partnerwahl eine Rolle spielt. Der Duft des potenziellen Partners verrät, wie gut das Immunsystem zum eigenen passt. Es gilt das Prinzip: Je unähnlicher ein Paar, desto fitter werden seine Nachkommen sein. Dies gilt auch für Tiere der Arktis: Forschende vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung an der Vetmeduni Vienna haben erstmals herausgefunden, dass ähnlich duftende Dreizehenmöwen auch ähnliche Immun-Gene besitzen.

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Kanadische Eisbären und ihre ungewisse Zukunft

Der Klimawandel in der Arktis betrifft Mensch und Tier und seine Auswirkungen machen auch vor dem König der Arktis nicht Halt. Eisbären sind auf das Meereis angewiesen, da sie vor allem dort ihre Nahrung finden. Verschiebungen bei der Bildung von Meereis und in der Dauer der der Eisbedeckungen, besonders die mögliche Verlängerung der Eis-freien Perioden, hat Auswirkungen auf die Eisbären unter den prognostizierten Erwärmungen noch vor dem Ende des jetzigen Jahrhunderts. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie kanadischer Wissenschaftler, die ihre Resultate in der Fachzeitschrift PLOS One veröffentlicht haben.

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Neues Langzeit-Observatorium für Ozean-Beobachtungen in der Arktis.

Wissenschaftler und Ingenieure des AWI beginnen in diesen Tagen mit den Arbeiten für ein Langzeit-Observatorium mit Beobachtungsstationen vom Europäischen Nordmeer bis zum Arktischen Ozean. An dieser klimawissenschaftlich wichtigen Schnittstelle wollen die AWI-Forscher in den kommenden Jahren ihre bereits existierende Langzeit-Observatorien zu einer umfassenden Forschungsinfrastruktur ausbauen und dabei eine breite Palette moderner Meerestechnologien einsetzen. Das grosse Ziel lautet, mithilfe des neuen FRAM-Observatoriums die Veränderungen des Meeres und seiner Ökosysteme von der Oberfläche bis in die Tiefsee ganzjährig beobachten zu können.

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Oceanwide Expeditions birgt Seaglider

Mit einer aussergewöhnlichen Bergungsaktion haben die Besatzungen der beiden Kreuzfahrtschiffe MV «Ortelius» und MV «Plancius» am 19. September 2014 der AWI-Ozeanographin Dr. Katrin Latarius geholfen, ein Messprogramm in der Grönlandsee erfolgreich abzuschliessen. Die Mannschaften stoppten die Schiffe der Reederei Oceanwide Expeditions auf offener See, liessen Schlauchboote zu Wasser und halfen, zwei autonome Unterwasserfahrzeuge des AWI aus dem Wasser zu fischen.

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Blauflossenthunfisch vor Ostgrönland gefunden

Der August 2012 war für Grönland ein ungewöhnliches Jahr aufgrund der Wärme. Auch in den Gewässern vor Ostgrönland ereignete sich ein ungewöhnliches Ereignis. Fischer und Biologen gingen während einer Untersuchungsfahrt für Makrelen auch 3 grosse Blauflossenthunfische in die Netze. Die Anwesenheit dieser Fischart in grönländischen Gewässern ist ein äusserst seltenes Ereignis und es gibt keine wissenschaftlichen Belege für die Anwesenheit von Thunfischen in der Dänemarkstrasse.

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Eis in der Arktis – anhaltender Rückgang

Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Sommerminimum von etwa 5,0 Millionen Quadratkilometern zurückgegangen. Dieser Wert liegt rund 1,6 Millionen Quadratkilometer über dem Negativrekord aus dem Jahr 2012, bestätigt aber nach Einschätzung der Meereisphysiker Marcel Nicolaus vom AWI und Lars Kaleschke vom Hamburger Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP) den langfristigen Abwärtstrend in der Arktis. Die Winter-Eisdecke des Südpolarmeeres dagegen ist auf eine Fläche von 20,0 Millionen Quadratkilometern angewachsen, berichten die Wissenschaftler. Sie übertrifft damit das 30-Jahre-Maximum aus dem vergangenen Jahr.

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Rätsel um schnellen Klimawechsel während der letzten Eiszeit gelöst?

Mehr als 100.000 Jahre herrschten überwiegend kalte Temperaturen auf der Erde und doch war die letzte Eiszeit immer wieder von warmen Klimazuständen unterbrochen. Seit langem versuchen Wissenschaftler zu ergründen, warum es in dieser Phase der Erdgeschichte in hohen nördlichen Breiten innerhalb weniger Jahrzehnte drastische Temperatursprünge von bis zu zehn Grad Celsius gegeben hat. Eine Forschergruppe des AWI konnte diese Klimawechsel während der letzten Eiszeit nun erstmals in mehreren Modellläufen nachvollziehen. Überraschendes Ergebnis: Geringe Änderungen in der Grösse des arktischen Eisschildes können ausreichen, um die abrupten Klimaschwankungen auszulösen.

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Warum Eisbären fett und trotzdem gesund sind

Ein Vergleich der genetischen Informationen von Eisbären und Braunbären zeigen, dass Eisbären doch eine viel jüngere Art sind als bisher angenommen und sich vor rund 500'000 Jahren von Braunbären getrennt haben. Die Analyse enttarnte auch einige Gene, die bei den Anpassungen der Eisbären an ihren extremen hocharktischen Lebensraum eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.

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Riesen-Eisberge auf Grund gelaufen

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, haben auf dem Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen Kratzspuren gigantischer Eisberge entdeckt. Die fünf Furchen in einer Tiefe von 1200 Metern sind die tiefsten Eisbergkratzer, die bisher auf dem arktischen Meeresboden gefunden wurden. Der Fund liefert neue Hinweise zur eiszeitlichen Dynamik und Ausprägung des arktischen Eisschildes vor Tausenden Jahren. Ausserdem konnten die Forscher Rückschlüsse auf den Süsswasserexport aus der Arktis in den Nordatlantik ziehen.

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Arktis - Überraschende Klimabilanz

Seit der letzten Eiszeit haben die sogenannten Thermokarst-Seen in den arktischen Permafrost-Gebieten der Atmosphäre mehr Treibhausgase entzogen, als sie zuvor bei ihrer Entstehung ausgestossen hatten. Dieses überraschende Forschungsergebnis präsentiert ein internationales Wissenschaftlerteam heute in einer Online-Veröffentlichung des Fachmagazins Nature. Die Forscher hatten bis zu 10.000 Jahre alte Bodenablagerungen aus nordsibirischen Seen untersucht und erstmals die Kohlenstoff-Gesamtbilanz für mehrere hunderttausend Gewässer berechnet. Ihr Fazit: Die durch die Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit entstandenen Tauwasser-Seen emittierten zwar kurzfristig grosse Mengen Methan. Auf lange Sicht aber kühlten sie das Klima der Arktis, indem sie 1,6-mal mehr Kohlenstoff aufnahmen und speicherten als sie zuvor abgegeben hatten. Eine wärmer werdende Arktis könnte diesen Prozess jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder umkehren.

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