pn en

Eis in der Arktis – anhaltender Rückgang

Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Jahr auf ein Sommerminimum von etwa 5,0 Millionen Quadratkilometern zurückgegangen. Dieser Wert liegt rund 1,6 Millionen Quadratkilometer über dem Negativrekord aus dem Jahr 2012, bestätigt aber nach Einschätzung der Meereisphysiker Marcel Nicolaus vom AWI und Lars Kaleschke vom Hamburger Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP) den langfristigen Abwärtstrend in der Arktis. Die Winter-Eisdecke des Südpolarmeeres dagegen ist auf eine Fläche von 20,0 Millionen Quadratkilometern angewachsen, berichten die Wissenschaftler. Sie übertrifft damit das 30-Jahre-Maximum aus dem vergangenen Jahr.

Weiterlesen ...

Rätsel um schnellen Klimawechsel während der letzten Eiszeit gelöst?

Mehr als 100.000 Jahre herrschten überwiegend kalte Temperaturen auf der Erde und doch war die letzte Eiszeit immer wieder von warmen Klimazuständen unterbrochen. Seit langem versuchen Wissenschaftler zu ergründen, warum es in dieser Phase der Erdgeschichte in hohen nördlichen Breiten innerhalb weniger Jahrzehnte drastische Temperatursprünge von bis zu zehn Grad Celsius gegeben hat. Eine Forschergruppe des AWI konnte diese Klimawechsel während der letzten Eiszeit nun erstmals in mehreren Modellläufen nachvollziehen. Überraschendes Ergebnis: Geringe Änderungen in der Grösse des arktischen Eisschildes können ausreichen, um die abrupten Klimaschwankungen auszulösen.

Weiterlesen ...

Warum Eisbären fett und trotzdem gesund sind

Ein Vergleich der genetischen Informationen von Eisbären und Braunbären zeigen, dass Eisbären doch eine viel jüngere Art sind als bisher angenommen und sich vor rund 500'000 Jahren von Braunbären getrennt haben. Die Analyse enttarnte auch einige Gene, die bei den Anpassungen der Eisbären an ihren extremen hocharktischen Lebensraum eine wichtige Rolle zu spielen scheinen.

Weiterlesen ...

Riesen-Eisberge auf Grund gelaufen

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, haben auf dem Meeresboden zwischen Grönland und Spitzbergen Kratzspuren gigantischer Eisberge entdeckt. Die fünf Furchen in einer Tiefe von 1200 Metern sind die tiefsten Eisbergkratzer, die bisher auf dem arktischen Meeresboden gefunden wurden. Der Fund liefert neue Hinweise zur eiszeitlichen Dynamik und Ausprägung des arktischen Eisschildes vor Tausenden Jahren. Ausserdem konnten die Forscher Rückschlüsse auf den Süsswasserexport aus der Arktis in den Nordatlantik ziehen.

Weiterlesen ...

Arktis - Überraschende Klimabilanz

Seit der letzten Eiszeit haben die sogenannten Thermokarst-Seen in den arktischen Permafrost-Gebieten der Atmosphäre mehr Treibhausgase entzogen, als sie zuvor bei ihrer Entstehung ausgestossen hatten. Dieses überraschende Forschungsergebnis präsentiert ein internationales Wissenschaftlerteam heute in einer Online-Veröffentlichung des Fachmagazins Nature. Die Forscher hatten bis zu 10.000 Jahre alte Bodenablagerungen aus nordsibirischen Seen untersucht und erstmals die Kohlenstoff-Gesamtbilanz für mehrere hunderttausend Gewässer berechnet. Ihr Fazit: Die durch die Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit entstandenen Tauwasser-Seen emittierten zwar kurzfristig grosse Mengen Methan. Auf lange Sicht aber kühlten sie das Klima der Arktis, indem sie 1,6-mal mehr Kohlenstoff aufnahmen und speicherten als sie zuvor abgegeben hatten. Eine wärmer werdende Arktis könnte diesen Prozess jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder umkehren.

Weiterlesen ...

Untersuchungen über rätselhafte Walross-Erkrankungen ohne Schuldigen eingestellt

Vor einigen Jahren fanden Forscher kranke Walrosse und andere Robben an den Küsten Alaskas vor. Während die Robben besonders stark unter der rätselhaften Krankheit litten, waren Walrosse zwar erkrankt, aber nur einige starben daran. Die Untersuchungen über, was die Wissenschaftlern, «ein ungewöhnliches Mortalitätsvorkommnis» nannten, starteten 2011. Die befallenen Tiere zeigten Symptome wie blutende Hautläsionen, Atembeschwerden, Lethargie und Haarausfall. Die guten Neuigkeiten sind nun, dass seit letztem Jahr kein Walross mit Symptomen mehr gefunden wurde. Daher wurden die Untersuchungen jetzt bei Walrossen eingestellt, gemäss einer gemeinsamen Mitteilung der NOAA und dem Fish and Wildlife Service. Doch die Ursache der Erkrankung bleibt weiterhin ein Rätsel.

Weiterlesen ...

Eisbärin Kara wanderte durch die halbe Arktis

Einigen Eisbären, die jedes Jahr vom norwegischen Polarinstitut mit Sendern ausgestattet werden, kann man schon seit längerem auf einer Internetseite des WWF auf ihren Wanderungen folgen. Oft bleiben die Eisbären über einen Zeitraum in einem mehr oder weniger kleinen Gebiet. Aktuell schlägt aber Eisbärin Kara alle bekannten Rekorde. Sie wurde im Januar 2013 auf einem Gletscher zwischen Hornsund und Hamberbukta betäubt und mit einem Sender ausgestattet. Seitdem hatte Kara eine unglaubliche Wanderung von 3703 Kilometern durch die russische Arktis gemacht.

Weiterlesen ...

Arktische Invasoren auf Spitzbergen

Die Einführung neuer Arten in bestehende, isolierte und recht artenarme Ökosysteme hat sich immer als problematisch oder sogar katastrophal erwiesen. In Spitzbergen ist das Thema aktuell nicht so dramatisch wie etwa in Südgeorgien. Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens sind Flora und Fauna artenreicher und bereits besser an pflanzenfressende Tiere beziehungsweise Raubtiere angepasst. Zweitens ist die natürliche Einwanderung durch Wind und Meeresströmungen in der Arktis aufgrund der geographischen Verhältnisse deutlich verbreiteter als auf den sehr isolierten Inseln der Antarktis, wo Wind und Wasser mehr zur Isolierung als zur Anbindung an wärmere Regionen beitragen.

Weiterlesen ...

Der Stosszahn des Narwals dient als Sinnesorgan

Die markanten und in der Tierwelt einzigartigen Stosszähne der Narwale dienen den Tieren als sensibles Sinnesorgan, mit dem sie Veränderungen in ihrer Umgebung wahrnehmen können. Diese These konnten Forscher nun bestätigen. Narwale sind im Nordpolarmeer, besonders westlich und östlich von Grönland, um Spitzbergen und nördlich der sibirischen Küste verbreitet.

Weiterlesen ...

Schmelztümpel auf Meereis werfen einen Blick in die Zukunft

Das arktische Meereis schwindet seit Jahrzehnten immer weiter. Der Rückgang ist stärker als von den Wissenschaftlern und ihren Modellenvorhergesagt wurde. Der Grund dafür ist wohl das mangelnde Verständnis des Systems und fehlende Zusammenhänge. Eine Forschungsgruppe der Universität Reading (UK) hat vielleicht die Antwort gefunden: Schmelzwassertümpel auf dem Eis führen zu einer positiven Rückkoppelung und verstärken das Abschmelzen. Mehr noch: Die Gruppe kann aufgrund der Tümpelbildung auf dem Eis im Frühjahr vorhersagen, wie stark das Eis am Ende des Sommers zurückgegangen sein wird.

Weiterlesen ...