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«Volltreffer» für das Schweizer Fernsehen: Die SF-Kamerafrau Sarah Leutold begleitete Heiner und Rosamaria Kubny auf einer besonderen Mission nach Tschukotka – und bekam ein spannendes Chaos vor die Linse. Das Ergebnis wird nächsten Sommer im Fernsehen gezeigt.

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Sara Leuthold in der Raketenstadt Gudym, hier lagerten während dem «Kalten Krieg» Raketen mit Atomsprengköpfen.

Alles begann mit einem Telefonanruf: «Guten Tag, hier ist das Schweizer Fernsehen, wir würden gerne eine Sendung über Sie und PolarNEWS drehen.» Im Leutschenbach hatte sich herumgesprochen, dass in Zürich-Höngg ein Paar lebt, das seit Jahren Reisen in polare Gebiete veranstaltet, regelmässig ein eigenes Heft publiziert, eigene Filme dreht, und vor allem: Dass Heiner und Rosamaria Kubny immer wieder wagemutige Abenteuerreisen in die entlegendsten Gegenden der polaren und subpolaren Zonen unternehmen. Das hatte die Fernsehjournalisten neugierig gemacht, weshalb sie sich entschieden hatten ein Portrait über die Kubnys zu produzieren.

«Wir einigten uns auf eine Reise nach Tschukotka: PolarNEWS-Leser wissen, dass wir vor zwei Jahren bei der ersten hochoffiziellen Reisegruppe durch dieses Land im äussersten Osten Russlands mit dazugehörten und seither immer wieder Reisen dorthin organisiert und durchgeführt haben. Das Schweizer Fernsehen wollte uns nun auf unserer nächsten Reise nach Tschukotka begleiten. Das traf sich gut, denn wir hatten diesmal ein besonderes Problem zu lösen», meint Heiner Kubny.

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Unser Kameramann vom PolarNEWS-Filmteam Werner Breiter.

Besondere Mission

Bisher haben wir in Tschukotka mit einem Moskauer Veranstalter zusammengearbeitet. Das klappte am Anfang ganz gut, aber mit jeder Reise, zu der wir wiederkamen, nahmen ihre Leistungen ab: Transfers waren mangelhaft organisiert, Unterkünfte waren zuwenig vorhanden, es wurde mehr und mehr ein ständiges Umorganisieren. Schliesslich hob der Moskauer Veranstalter auch noch die Preise an, ohne die Leistung zu steigern. Kurz: Wir suchten vor Ort einen neuen Partner in Tschukotka, und diesmal wollten wir uns selber einen aussuchen. Und das Schweizer Fernsehen sollte live miterleben, wie so was in einer «Wildnis» wie Tschukotka funktioniert.

Die Kamerafrau Sarah Leutold begleitete uns, als wir am 12. September 2010 in den Flieger nach Russland stiegen. Auch «unser Mann vom PolarNEWS-Filmteam», Werner Breiter, begleitete uns, er sollte Sarah unterstützen und auch für PolarNEWS drehen.

Gastfreundliche_Russen
Gastfreundlich sind die Russen allemal! «Kapitänsdinner» auf dem Kohlefrachter von Egvekinot nach Anadyr.

Nichts als Chaos

Die beiden kriegten schon in Moskau spannende Szenen vor die Linse: Unser Weiterflug nach Anadyr verzögerte sich wegen eines Orkans. Wir verpassen deshalb unseren Anschlussflug von Anadyr nach Egvekinot – und der fliegt nur einmal pro Woche. Ab jetzt musste improvisiert werden, und zwar ganze zwei Wochen lang immer und immer wieder. Toll für Sarah, anstrengend für uns.

Um es kurz zu machen: Der neue Veranstalter den wir besuchten, bewies nicht genügend Improvisationskunst. Einzig dank unserem persönlichen Guide, Nikolai Ettyne, kamen wir einigermassen heil aus diesem Schlammassel wieder raus.

Immerhin: Der Film, sagt Sarah Leutold, werde gut. Das Schweizer Fernsehen zeigt das Portrait über uns und PolarNEWS im Rahmen der siebenteiligen Dokumentarserie «SF Spezial – Polarkreis», die im Juli und August 2011 ausgestrahlt wird. In dieser Serie werden verschiedene Orte und Gegenden rund um den nördlichen Polarkreis vorgestellt – eine Sendung handelt von Tschukotka.

Davor werden wir in der Mai-Ausgabe 2011 von PolarNEWS ausführlich über unseren spektakulären Abenteuer- und Improvisationstrip durch Tschukotka berichten.

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Das Team unterwegs in Tschukotka: (von links) Heiner Kubny, Nikolai Ettyne, Sarah Leutold, Rosamaria Kubny, Werner Breiter.
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Profis an der Arbeit: Sara Leuthold und Werner Breiter bei Kameratests.