Läuft: Das große Driften

transpolardrift

Seit dem 4. Oktober driftet das Forschungsschiff Polarstern mit einer Eisscholle durch das Nordpolarmeer. Es wird das, wenn alles planmäßig verläuft, noch für rund elf weitere Monate tun. Denn bei der MOSAiC-Expedition wollen Wissenschaftler aus 17 Nationen die Zentralarktis im Jahresverlauf erforschen. Während der größten Arktis-Expedition aller Zeiten kommen sie in „Gebiete, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen, weil sie so gut wie niemand im Winter erreicht hat“, wie es Expeditionsleiter Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut in einem Interview formuliert hat.

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Geo-Engineering-Projekt will mit Glaskügelchen arktisches Eis retten

Die Gründerin und CEO von Ice911 Dr. Leslie Field (Mitte) bei Messungen auf dem Testgelände in

Die Wissenschaft ist sich einig: Gelingt es nicht bald, die Klimaerwärmung einzudämmen, hat dies dramatische Folgen für die Zukunft unseres Planeten. Die klassische Strategie dieses Ziel zu erreichen ist es, das menschliche Verhalten zu ändern und Klimaemissionen zu reduzieren. Ein anderer Ansatz ist das sogenannte Geo-Engineering – technologische Methoden, die in die Kreisläufe der Erde eingreifen, um die Erwärmung einzudämmen. Geo-Engineering bekämpft also nicht die eigentlichen Ursachen, sondern die negativen Auswirkungen des Klimawandels. Einige Forscher sehen das aktive Eingreifen als letzte Rettung. So auch das Team von Ice911 um Chemie- und Elektroingenieurin Dr. Leslie Field.

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Neuer Territorial Park für Nunavut

Fjorde, Berge und Gletscher bieten immenses Potential für den Tourismus. (Foto: Roger Pimenta,

In der kanadischen Arktis wurde die Errichtung eines neuen Territorial Parks beschlossen. Das geplante Agguttinni Schutzgebiet liegt in der Provinz Nunavut nördlich von Clyde River an der Ostküste von Baffin Island. Der Park entstand in Kooperation der Regierung Nunavuts mit den Bewohnern von Clyde River. Der Park soll neben der Natur auch kulturelle Stätten der hier heimischen Inuit schützen und den Tourismus in der Region fördern, betont Nunavuts Premierminister Joe Savikataaq.

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Glamping am Nordpol bald möglich

Ein warmes Bett an einem der unwirtlichsten Orte der Welt. Wer genügend Geld hat, kann sich diesen

Im Moment unternehmen etwa 1000 abenteuerlustige Menschen pro Jahr eine Expedition zum geografischen Nordpol. Entweder reisen sie an Bord eines Eisbrechers, oder sie marschieren tagelang unter harschen Bedingungen auf Skiern über das Eis.

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Wenn Gletscher tauen: Neue Inseln in der Arktis

Gletscher auf Spitzbergen ziehen sich immer mehr zurück und legen neues Land, oder neue Fjorde

Spitzbergen ist die grösste und einzig permanent bewohnte Insel des Svalbard Archipels. Sie wird sich in den nächsten Jahrzehnten in zwei Teile splitten, sagen polnische Forscher voraus. Radaruntersuchungen im Gebiet der Gletscher Hambergbreen und Hornsundbreen haben ergeben, dass das Gletscherbett unterhalb des Meeresspiegels liegt. Tauen die Gletscher vollständig ab bleibt eine Meeresenge zurück und die südliche Spitze wird zur neuen Insel.

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Meereis-Bedeckung 2019: Die Fakten

Definitionsgemäß werden Regionen mit einer Meereiskonzentration von über 15 Prozent als

Lange in diesem Jahr schien es, als würde ein Minimalrekord erreicht: Von Ende März bis Mitte August war die eisbedeckte Fläche des Arktischen Ozeans kleiner als jemals zum entsprechenden Zeitpunkt seit 1979, dem Beginn von kontinuierlichen Satellitenbeobachtungen. Doch seit der zweiten Augusthälfte verlangsamte sich die saisonale Abnahme etwas. Somit wird der absolute Minimalwert aus dem September 2012 wohl nicht erreicht. Das legt auch eine Karte nahe, die das Alfred-Wegener-Institut auf Grundlage von Daten des meereisportals.de am 24. September veröffentlicht hat. Sie zeigt die Differenz der Eiskante vom 22. September 2019 im Vergleich zum Monatsmittel des Septembers 2012. Demnach ist in fast allen Bereichen der Arktis die Meereisausdehnung größer als damals, Ausnahmen sind nur die südliche Grönlandsee und die nördliche Laptewsee.

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Expeditionskreuzfahrt-Unternehmen feiern den „World Clean-Up“ Tag

Müll im Meer ist eine Bedrohung für die lokale Tierwelt. (Foto: Zet Freiburghaus, Polar

Während der gesamten Saison in der Arktis legen Expeditionskreuzfahrer ihre Kamera und Fernglas auch mal weg und krempeln die Ärmel hoch, um Müll von den Stränden der Arktis zu sammeln. Dieses freiwillige Engagement ist Teil der Massnahmen der Branche zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung der Meere.

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Große Eisbewegungen fördern Methanaustritt am Meeresboden

Teil eines Bohrkerns vom Vestnesa-Rücken mit gut sichtbarem Seep-Karbonat.Foto: MARUM – Zentrum

Wenn sich in der Arktis die Eisdicke an Land im Laufe der letzten 160 000 Jahre stark veränderte, so kam es am Meeresboden entlang des Kontinentalrandes westlich von Spitzbergen verstärkt zur Emission von Methan. Das hat ein Team von Forschern aus Norwegen, Großbritannien, Estland und Deutschland anhand von Bohrkern-Analysen herausgefunden. Offensichtlich aktivieren große Eisbewegungen Verwerfungen in der Erdkruste, so dass es am Meeresboden verstärkt zu Methanleckagen kommt. Methan ist der Hauptbestandteil von Erdgas und 25-mal so klimawirksam wie Kohlendioxid (CO2). Die Wissenschaftler berichten in einer aktuellen Studie in der Zeitschrift „Science Advances“ über ihre Arbeit. „Unsere Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen sich ändernden kontinentalen Eismengen und Tiefsee-Methanemissionen in der Arktis“, resümiert der Erstautor Dr. Tobias Himmler vom Norwegischen Geologischen Dienst (NGU).

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Duftende Arktis

Forscher der Universität Kopenhagen nutzen für ihre Untersuchungen in Abisko, Schweden,

Der Duft, der von Pflanzen ausgeht, beruht auf einer Mischung kleiner Moleküle, die leicht verdunsten. Diese Duftstoffe ziehen Insekten an oder – im Gegenteil – vertreiben sie. Zugleich beeinflussen sie erheblich die physikalischen und chemischen Eigenschaften der Atmosphäre sowie das Klima. Forscher der Universität Kopenhagen haben untersucht, wie sich die Klimaerwärmung und eine dadurch erhöhte Aktivität der Insekten darauf auswirkt, wie viel flüchtige Duftstoffe die Pflanzen in der Arktis freisetzen. Ihre Ergebnisse haben sie in der angesehenen Fachzeitschrift Nature Plants veröffentlicht. Demnach werden sich die pflanzlichen Emissionen unerwartet deutlich erhöhen. Der Grund: Insekten werden durch Fraß das Blattwerk vermehrt schädigen – und die Pflanzen werden auf diesen Stress mit einem verstärkten Ausstoß von flüchtigen Subtanzen reagieren.

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Island übernimmt Vorsitz des Arktischen Rates

Die Sitzung des Arktischen Rates im finnischen Rovaniemi im Mai. Jouni Porsanger / Ministry for

Island hat nun für zwei Jahre den Vorsitz des Arktischen Rates. Das Land übernahm diese Aufgabe im Mai von Finnland – bei dem Ministertreffen des Arktisrates im finnischen Rovaniemi. Dort bekräftigten die Außenminister von Kanada, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Russland, Schweden und den USA in einer Erklärung ihre Übereinkunft, Frieden, Stabilität und konstruktive Zusammenarbeit in der Arktis zu bewahren. In den Rat mit seinen acht Mitgliedsstaaten als „Ständige Teilnehmer“ aktiv eingebunden sind sechs Organisationen, die die indigenen Völker der Arktis vertreten.

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