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Goldschopfpinguin

Goldschopfpinguin

Lebenserwartung: bis 15-20 Jahre
Grösse: ca. 55 cm
Gewicht: ca. 3-6 kg
Brutgebiet: Subantarktis

Fakten die uns zum Staunen bringen

  • Ihren Englischen Namen „Macaroni Penguin“ verdanken Goldschopfpinguine nicht der bekannten Nudelsorte, sondern britischen Modenarren des 18. Jahrhunderts. „Macaroni“ war ein abwertender Begriff, der damals in Grossbritannien für einen Mann verwendet wurde, der jenseits dem klassischen Schönheitsdiktat der Mode extravagante und auffällige Kleidung trug. Stereotyperweise kleideten, sprachen und verhielten sich Männer in der Makkaroni-Subkultur ungewöhnlich sentimental und androgyn. Ihr Kennzeichen war ein winziger Dreispitzhut, häufig mit Federn geschmückt, welcher die die Englische Namensgebung dieser Pinguinart inspirierte.
  • Der deutsche Namen ist offensichtlich: die Pinguine sind nach ihrem markanten gelben Schopf benannt. Typisch für sein Aussehen sind ausserdem seine roten Augen.
  • Der wissenschaftliche Name Eudyptes chrysolophus bedeutet übersetzt in etwa „Guter Taucher mit goldenem Kamm“. Er leitet sich von den griechischen Wörtern „Eu“ (gut) „dyptes” (Taucher) und „chryse“ (goldig) „lophus” (Kamm) ab.
  • Wie alle Schopfpinguine legen sie zwei Eier, ziehen in der Regel aber nur ein Junges gross. Die Eier sind unterschiedlich gross, und das kleinere dient lediglich als Reserve bei ausbleibendem Bruterfolg. Gleich nach dem Schlüpfen des grösseren wird das kleinere Ei (oder Küken) aus dem Nest gestossen und geht zugrunde.
  • Goldschopfpinguine sind mehr „Hüpfer“ als „Watschler“ und sind eher streitsüchtige Pinguine. Sie picken sich gegenseitig mit dem Schnabel oder benutzen ihre Flossen, um sich gegenseitig zu schlagen. Besiegte Vögel nehmen beim Gehen manchmal eine unterwürfige Haltung ein und richten ihren Schnabel auf den Boden, um keine übermässige Aufmerksamkeit zu erregen.
  • Goldschopfpinguine sind Vielfrässe. Sie fressen mehr Meereslebewesen als jede andere Seevogelart. Wie einige andere Pinguine fressen sie gelegentlich auch kleine Steine. Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum sie dies tun. Möglicherweise helfen sie den Pinguinen beim Tauchen, indem sie als eine Art Ballast wirken. Oder die Steine helfen zähe Nahrung, etwa die Schalen von Krebstieren, zu zermahlen.
  • Auf Macquarie Island im Südpazifik lebt der Haubenpinguin, der dem Goldschopfpinguin mit Ausnahme seiner weissen Wangen sehr ähnelt. Ob es sich dabei um eine eigenständige Art oder eine Unterart handelt wird noch wissenschaftlich diskutiert.
  • Goldschopfpinguine haben sich als beliebte Zeichentrickfiguren erwiesen und waren in „Die Pinguine von Madagaskar“ und „Happy Feet“ zu sehen.