Russ im Antarktis-Eis belegt vorindustriellen Einfluss des Menschen auf die Atmosphäre

forscher

Ein internationales Team hat nun endgültig ein Rätsel gelöst, das sich bei der Analyse eines Eisbohrkerns von der antarktischen Halbinsel im Jahr 2016 ergeben hatte. Damals stellten Forschende des Desert Research Institute in den USA fest, dass in einem bestimmten Bereich des Kerns die Konzentration von Russ anstieg – ein Bereich, der sich ab dem Jahr 1300 gebildet haben musste. Russ – in der Fachwelt auch als „Black Carbon“ bezeichnet – entsteht, wenn Kohle, Öl, Gas oder Biomasse verbrennt. In detektivischer Arbeit konnte nun das internationale Team belegen: Die Russ-Ablagerungen im Bohrkern sind darauf zurückzuführen, dass die Maori bei der Erstbesiedlung Neuseelands in grossem Massstab Wälder abbrannten.

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Expedition „Endurance22“: Neue Suche nach Shackletons verschollenem Schiff

Das südafrikanische Forschungsschiff S.A. Agulhas II wird wieder zur Basis des Suchtrupps. (Bild:

Seit über einem Jahrhundert ist das legendäre Schiff des Entdeckers Sir Ernest Shackleton unter dem Eis des Weddellmeers verschollen. Der Falklands Maritime Heritage Trust (FMHT) plant nun eine gross angelegte Suchaktion um das Wrack der Endurance aufzuspüren, zu vermessen und zu filmen.

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Das Logbuch zur grössten Arktis-Expedition aller Zeiten

eingefroren am nordpol

Ein Dreivierteljahr nach Expeditionsende hat es die MOSAIC-Mission diesen Monat wieder in die Hauptnachrichtensendungen der deutschen Fernsehsender und in die Schlagzeilen geschafft. Anlass war eine Pressekonferenz, auf der die deutsche Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Expeditionsleiter Markus Rex ein erstes Zwischenfazit der Ergebnisse zogen. „Nie zuvor konnten so viele Daten über die klimatische Lage in der Arktis gesammelt werden“, sagte Karliczek. Diese Daten werden derzeit weltweit von mehreren Hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in etwa 300 einzelnen wissenschaftlichen Aktivitäten analysiert. Die Fachwelt rechnet mit einigen Hundert wissenschaftlichen Veröffentlichungen bis 2023.

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In der Antarktis weht eine neue Flagge

Die True South Flagge bei der russischen

Die Antarktis gehört der Wissenschaft und untersteht keiner Regierung. Der sechste Kontinent darf weder militärisch noch industriell genutzt werden - so will es der seit 1961 geltende Antarktisvertrag. Obwohl mehrere Länder Gebietsansprüche in der Antarktis erheben und zahlreiche Männer und Frauen die Flaggen ihrer Nationen im ewigen Eis gehisst haben, existiert bis heute keine offizielle Flagge für den weissen Kontinent.

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Herdenimmunität bei arktischen Enten

eider

Arktische Eiderenten und ihre Eier dienen kanadischen Inuit-Gemeinschaften als Nahrung; die Daunenfedern sind für Winterkleidung wertvoll. Daher gibt es auch einen lokalen Handel rund um die Mitiq, wie Inuit die Enten bezeichnen. In einer neuen Studie berichten Forschende um Catherine Soos vom kanadischen Umweltministerium darüber, wie sich die Geflügelcholera auf eine Entenpopulation ausgewirkt hat, die auf Mitivik Island brütet, einer 24 Hektar grossen Insel im kanadischen Territorium Nunvavut. Bei ihren Untersuchungen hatten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein besonderes Augenmerk auf eine mögliche Herdenimmunität, also auf die Frage, ob ein hoher Anteil der Population immun geworden ist, so dass auch nicht-immune Individuen dadurch besser geschützt sind.

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Wie lebensfeindlich sind Seen unter dem antarktischen Eis wirklich?

ellsworth

Unter dem antarktischen Eis sind bislang mehr als 400 Seen entdeckt worden – vom renommierten Fachjournal Nature einst als „das grösste unerforschte Ökosystem des Planeten" bezeichnet. Einer neuen theoretischen Studie zufolge könnten in diesen Seen Bedingungen herrschen, die mikrobielles Leben mehr begünstigen als bisher angenommen.

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Arktischer Ozean bestand vor 70 000 Jahren aus Süsswasser

darstellung

Die nördlichen Meere – der Arktische Ozean und das Europäische Nordmeer – enthielten in wenigstens zwei Eiszeiten kein Salzwasser. Stattdessen sammelte sich in den Ozeanbecken Süsswasser an, das von mehr als 900 Meter dickem Schelfeis bedeckt war. Dies haben Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und des MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen durch die Analyse von Ablagerungen am Meeresboden herausgefunden. Diese Erkenntnisse widersprechen den bisherigen Vorstellungen von der Geschichte des Arktischen Ozeans im Eiszeitklima. Das Wissen über die Änderungen des Klimas und der Umwelt in der Vergangenheit ist entscheidend für das Verständnis des heutigen und des künftigen Wandels in der Arktis.

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Albatrosse und Sturmvögel verbringen 40% ihres Lebens in internationalen Gewässern

 Wanderalbatros-Nachwuchs auf Prion

Albatrosse und Sturmvögel verbringen den grössten Teil ihres Lebens in den Weiten des Ozeans. Die Langstreckenflieger segeln majestätisch durch eisige Winde, jagen Fische, Krill und Tintenfisch und steuern nur selten Festland an. Eine neue Studie hat nun ergeben, dass sich die Vögel dabei 39% der Zeit in internationalen Gewässern aufhalten, wo ihr Schutz nicht gewährleistet werden kann. Da die Hälfte der Arten vom Aussterben bedroht ist, fordern die Studienverantwortlichen jetzt globale Abkommen, um die Vögel auch ausserhalb von nationalen Hoheitsgewässern zu schützen.

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Zeichen der Klimaerwärmung: Frachtschiff durchfährt die Nordostpassage im arktischen Winter

christophe und 50

Eigentlich ist der arktische Seeweg entlang der sibirischen Küste von November bis Juli zugefroren. Frachtschiffe zwischen Asien und Europa fahren dann auf der südlichen Route via den Suezkanal, was etwa zehn Tage länger dauert. Um Zeit und Geld zu sparen haben deshalb vor allem Russland und China den Frachttransport durch die Nordostpassage in den Sommermonaten intensiviert. Sie haben auch die Eisverhältnisse in der schmelzenden Arktis genau beobachtet, um von den zunehmend offenen Schifffahrtswegen zu profitieren. Erstmals hat nun ein Frachtschiff den östlichen Teil der Nordostpassage im tiefsten arktischen Winter befahren.

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Weltarchiv-Besucherzentrum auf Spitzbergen ab 2022

the arc

Im Permafrost bei Longyearbyen auf Spitzbergen lagern unbezahlbare Schätze: Im „Global Seed Vault“ wird Saatgut aus der ganzen Welt gespeichert. Hier sollen die Samen Katastrophen jeglicher Art überstehen. Der Saatgutspeicher ist ein wahrer Tresor und als solcher nicht für jedermann zugänglich. Gerade bei Reisenden existiert aber das Bedürfnis, mehr über den Speicher zu erfahren. Genau dazu ist „The Arc“ vorgesehen.

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